Der sorglose Umgang mit fossilen Energieträgern erfordert ein Umdenken, nicht nur in den Industrieländern der Erde. Erkenntnisse in der Entwicklungspolitik zeigen, dass kleine Organisationen oft sehr leistungsfähig sind und effektive, direkte Entwicklungshilfe leisten.
Der
Verein solarprojekt-freilassing
e. V. unterstützt weltweit
Hilfsbedürftige, um ihnen durch Hilfe zur Selbsthilfe ein menschenwürdiges
Leben zu ermöglichen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Einsatz
erneuerbarer Energie in Entwicklungsländern zu fördern. Vorrangig ist dabei
der Einsatz der Sonnenenergie.
Ein
weiteres Anliegen ist die Ausbildung Jugendlicher und hierbei vor allem die
Vermittlung des Umweltschutzes.
Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Er verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Ziele.
Solarprojekt
der Staatlichen Berufsschule Berchtesgadener Land
und der Evang.-Luth.
Kirchengemeinde Freilassing
von
1996 bis 2007
Im Jahre 1996 gründeten Schüler aus Metallklassen der Staatlichen Berufsschule Berchtesgadener Land in Freilassing zusammen mit ihrem Fachlehrer ein Entwicklungshilfeprojekt. Im Rahmen dieses Projekts wurden in Zusammenarbeit mit der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Freilassing im Partnerschaftsort Mpwapwa, Tansania, Werkstätten für Solartechnik gebaut. Die Ausstattung der Werkstätten mit den erforderlichen Fertigungsmitteln und die Einrichtung der Fertigung übernahmen Schüler, die zu diesem Zweck mit ihrem Lehrer zu Arbeitseinsätzen nach Tansania reisten. Die Finanzierung der Schülerreisen übernahmen Ausbildungsfirmen.
Mit der Fertigung von Solarkochern, Solarlampen und weiteren nützlichen Gegenständen des täglichen Bedarfs sind im Solarprojekt in Tansania seit der Gründung ständig mindestens vier Leute beschäftigt.
Diese hilfreichen Erzeugnisse des Solarprojekts sind für arme Familien in den ländlichen Gegenden Tansanias unerschwinglich, weil ihr Einkommen zu gering ist. Daher ist es Ziel des PROJEKTS SOLARLAMPE, ein qualitativ hochwertiges Produkt zu einem vernünftigen Preis anzubieten, das aber zugleich auch dem neuesten Stand der Technik entspricht. So wurde, gemeinsam mit kompetenten Partnern aus Ausbildungsbetrieben der Region, eine Solarlampe entwickelt, die in Bausätzen in Entwicklungsländer gesandt und dort montiert und angewendet wird. Dazu ist eine „Werkzeugsatz“ erforderlich, der vom Solarprojekt Freilassing erstellt und an Institutionen, die Solarwerkstätten betreiben wollen, abgegeben wird.
Seit dem Jahre 2000 wird die Solarlampe „SOLAR 2000“ montiert. Inzwischen leuchtet die „SOLAR 2000“ in mehr als 20 Ländern der Erde und in einigen gibt es sogar Werkstätten für Montage und Service.
Ziel des Solarprojekts ist es, in ländlichen Gegenden kleine Unternehmungen zu starten, die der jeweiligen Dorfgemeinschaft zu bescheidenem Einkommen verhelfen sollen. Dies soll mit einem Mietsystem erreicht werden. Dabei bezahlen die Benutzer lediglich eine Gebühr für das Aufladen der Akkus. Diese Gebühr sollte auf jeden Fall niedriger sein als die monatlichen Ausgaben für Kerosin oder Petroleum (siehe gesonderte Beschreibung: Mietsystem).
1995 Von Mitgliedern der Kirchengemeinde Mpwapwa kommt der Wunsch, Solartechnik in Tansania anzuwenden und Geräte dafür zu produzieren.
1996 Die Evang.-Luth. Kirchengemeinde Freilassing und die Kirchengemeinde Mpwapwa begründen eine Partnerschaft. Erste Schülerreise nach Tansania.
1997 Die Produktionsstätte SOLAR I entsteht in Mpwapwa. Werkstatt, Einrichtung, Hilfsmittel und Geräte, sowie Material für ca. 300 Solarkocher werden aus Spenden finanziert. Werkstattausstattung und Vorrichtungen fertigen Schüler in vielen Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit und versenden alles in einem Container nach Tansania.
1998 Die zweite Werkstatt, SOLAR II wird gebaut und nach dem gleichen Prinzip wie SOLAR I ausgestattet. Seit Oktober 1998 werden in Mpwapwa auch Solarlampen montiert.
1999 Vorstellen des Projekts auf einem internationalen Seminar in Dodoma, Tansania. Festredner ist der Tansanische Premierminister Sumaye. Zwei weitere Werkstätten (Singida und Songea) werden mit Equipment des Solarprojekts ausgestattet.
2000 Eine eigene Solarlampe „SOLAR 2000“ entsteht und wird beim 4. Afrika-Fest am 8. Juli 2000 der Bevölkerung von Freilassing vorgestellt. Die Montage in Tansania beginnt im Januar 2001.
2001
Die
Montage der „SOLAR 2000“ beginnt
in Tansania, Uganda und in Brasilien.
Die
Projektgruppe Solartechnik wird mit dem Jugend-Kulturförderpreis
des Rotary-Club ausgezeichnet.
2003 Gründung
des gemeinnützigen Vereins solarprojekt-freilassing
e. V. Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt ausschließlich und
unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Er ist konfessionell und politisch
ungebunden.
Deutscher
Solarpreis 2003
und Bayerische Umweltmedaille für
das Solarprojekt Freilassing.
2004 Das Solarprojekt Freilassing bezieht neue Räume. 3 500 „SOLAR 2000“ bzw. Bausätze für „SOLAR 2000“ sind ausgeliefert.
2005 Die
neue SOLAR 2000-LED mit Leuchtdioden-Lichttechnik entsteht.
Auszeichnung als offizielles Dekadeprojekt der Weltdekade der Vereinten
Nationen 2004-2005 "Bildung für nachhaltige Entwicklung".
2006 Die neue SOLAR 2000-LED wird mit
Ladekontroller ausgestattet.
Neue Typenbezeichnung:
SOLAR 2007-1
2007
7.500 Solarlampen aus Freilassing sind in mehr als
26 Ländern der Erde im Einsatz.
Die Solarwerkstatt in Mpwapwa, Tansania wird mit einem „solar-home-system" SHS
ausgestattet.
Eine neue Solarwerkstatt wird in Kondoa, Tansania eröffnet.
Der sorglose Umgang mit fossilen Energieträgern erfordert ein Umdenken, nicht nur in den Industrieländern der Erde. Mehr als 2 Milliarden Menschen steht kein elektrischer Strom und damit keine elektrische Beleuchtung zur Verfügung. Die Zahl der Petroleumlampen allein in Afrika wird auf mehr als 50 Millionen geschätzt. Je Lampe werden jährlich ca. 35 Liter Petroleum verbrannt, entsprechend ca. 80 kg CO2 pro Jahr. Das Licht der Petroleumlampe ist schwach und mit einer gesundheitsschädigenden Ruß- und Geruchsbelästigung verbunden. Der Einkauf von Petroleum belastet die Nutzer finanziell erheblich und kostet die Entwicklungsländer wertvolle Devisen. In Tansania sind für jährlich 35 Liter Petroleum ca.. 35 Euro aufzuwenden. Für diesen Betrag könnte man ca. 400 kg Mais kaufen oder nahezu das Monatsgehalt eines Lehrers (ca. 60 Euro) bezahlen.
Ein Projekt für die Verbreitung von 500 Solar
2000 in Tansania wurde gefördert von der GTZ (Gesellschaft für
Technische Zusammenarbeit) aus dem GATE-Programm (German Appropriate
Technology Exchange).
Ein weiteres Projekt in Mali wurde gefördert von der DBU (Deutsche
Bundesstiftung Umwelt).
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wenn Sie Projekte in Entwicklungsländern durchführen wollen. Fordern Sie Vorschläge für eine entsprechende Ausstattung und eine detaillierte Kostenaufstellung an.
Obwohl im solarprojekt-freilassing e. V. alle fleißig arbeiten und vieles selber machen, ist dennoch viel Geld für die Projektarbeit erforderlich.
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solarprojekt-freilassing
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